Ein Implantat dient als langlebiger Ersatz für einen Zahn samt seiner Zahnwurzel. Es kann für einen ausgefallenen oder entfernten Zahn eingesetzt werden, und ersetzt diesen nicht nur in seiner Funktion, sondern dank modernster Technologien und unter der Verwendung neuester Materialien auch in seiner Ästhetik. Ein Implantat besteht aus Titan, Keramik oder Kunststoff und fungiert als künstliche Zahnwurzel. Es wird mittels Schraubgewinde in den Kieferknochen eingedreht oder eingesteckt. Weltweit gibt es etwa 80 größere Hersteller und 200 bis 300 unterschiedliche Implantat-Formen. Implantate verbinden sich innerhalb von drei bis sechs Monaten mit dem umgebenden Knochen zu einer festen, belastungsfähigen Trägereinheit. Dies wird als Osseointegration bezeichnet. Sobald das Implantat eingeheilt ist, wird eine künstliche Zahnkrone aufgebracht. So wird das Implantat zum nahezu identischen Ersatz für einen fehlenden Zahn und ermöglicht (mittels mehrerer Implantate) auch das Schließen größerer Zahnlücken. Zudem können Implantate als Halteelement für herausnehmbaren Zahnersatz (Prothesen) verwendet werden.

Dem Einsatz von Implantaten geht zunächst eine Befunderhebung durch den Zahnarzt voraus. Dabei wird geprüft, ob ausreichend Kieferknochen für eine haltbare Implantation vorhanden ist. Das Knochenangebot bestimmt dabei, wie viele und welche Art von Implantaten verwendet werden können. Ist nicht genügend Knochensubstanz vorhanden, besteht die Möglichkeit der Augmentation – eine Auflagerung von künstlichem oder eigenem Knochengewebe. Dies kann die nötige Stabilität für ein Zahnimplantat schaffen. Mit der Unterstützung von Software und innovativen Systemen der implantologischen Diagnostik planen Experten alle Rekonstruktionen bis ins Detail. Nur so können die nötige Präzision sowie umfassende Sicherheit für eine erfolgreiche Implantation mit der höchsten Wahrscheinlichkeit gewährleistet werden.

Eine zahnärztliche Implantation wird in der Regel ambulant und in Lokalanästhesie durchgeführt. Für die Einheilzeit des Implantats wird bei Bedarf ein provisorischer Zahnersatz eingesetzt. Unter guten Voraussetzungen ist ein Implantat genauso langlebig wie die natürlichen Zähne. Voraussetzung hierfür ist, dass die ärztliche Prognose zu Behandlungsbeginn positiv ist und das Implantat von Spezialisten angepasst und eingesetzt wird. Wichtig ist zudem, dass auch bei Implantaten eine sorgfältige und gute Zahnpflege betrieben wird. In den ersten 48 Stunden nach der Operation ist eine Infektionsprophylaxe von besonderer Bedeutung, auch durch antiseptische Mundspüllösungen, beispielsweise mit Chlorhexidin. Im Anschluss an eine erfolgreiche Implantation sollten regelmäßige Kontrolluntersuchungen durchgeführt werden. Empfohlen wird, Zahnimplantate alle sechs Monate vom behandelnden Zahnarzt bzw. Implantologen kontrollieren zu lassen.

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