Zahnmedizin vs. Kieferorthopädie: Wo liegt der Unterschied?

Wir als Zahnarzt Nürnberg mit eigener Abteilung für Kieferorthopädie Nürnberg, gut erreichbar von Fürth und Erlangen aus, werden von unseren Patienten oft gefragt, worin der Unterschied zwischen Zahnärzten und Kieferorthopäden besteht. Welche Ausbildung dahintersteckt und welche Behandlungen in welchen Bereich fallen, erfahren Sie in diesem Artikel.

Inhaltsverzeichnis

  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Ausbildung und Spezialisierung von Zahnärzten und Kieferorthopäden
  3. Behandlungsgebiete von Zahnärzten und Kieferorthopäden
  4. Typische Behandlungsfälle im Überblick
  5. Fazit

Das Wichtigste in Kürze

  • Zahnärzte befassen sich mit der Gesundheit von Mundraum und Zähnen.
  • In der Kieferorthopädie geht es um die korrekte Stellung von Kiefer und Zähnen.
  • Kieferorthopäden sind immer auch Zahnärzte mit einer zusätzlichen Fachausbildung.
  • Eine Behandlung in der Kieferorthopädie erfolgt durch Zahnspangen und Zahnregulierungen wie Aligner oder Brackets.

Ausbildung und Spezialisierung von Zahnärzten und Kieferorthopäden

Zahnärzte schließen ein Zahnmedizin-Studium ab und sind damit für die Diagnose und Behandlung rund um Mundhygiene und Zahngesundheit qualifiziert. Kieferorthopäden sind immer zugleich auch Zahnärzte, weil sie ein Zahnmedizin-Studium vorweisen müssen. Absolventen des Zahnmedizin-Studiums können im Anschluss eine allgemein anerkannte Fachausbildung für Kieferorthopädie absolvieren. Wer in der Kieferorthopädie arbeiten will, muss sich zusätzlich ein großes Wissen über die Biomechanik aneignen und wissen, wie Zähne und Kiefer richtig stehen und zusammenwirken.

Behandlungsgebiete von Zahnärzten und Kieferorthopäden

Zahnärzte kümmern sich um Mundhygiene und Zahngesundheit. Dabei werden folgende Bereiche diagnostiziert und behandelt:

  • Zahnerkrankungen
  • Erkrankungen der Zahnhälse
  • Erkrankungen des Mundraumes
  • Erkrankungen der Mundschleimhaut

Die Kieferorthopädie bzw. Zahnorthopädie beschäftigt sich dagegen mit Fehlstellungen von Kiefern und Zähnen, die frühzeitig erkannt und im besten Fall verhindert werden sollen. Eine Zahnfehlstellung ist dabei nicht nur ein optisches Problem, da sie auch Schlucken, Kauen und Beißen behindern kann. Zur Korrektur stehen den Kieferorthopäden verschiedene herausnehmbare oder festsitzende Zahnspangen und Zahnregulierungen zur Verfügung:

  • Aligner
  • Brackets
  • innenliegende Zahnspangen
  • Veneers

Typische Behandlungsfälle im Überblick

Ob Sie mit einem Anliegen bei der Zahnarztpraxis oder bei der Kieferorthopädie richtig aufgehoben sind, hängt vom konkreten Anlass ab. Während sich die Zahnarztpraxis um die laufende Gesundheit von Zähnen und Mundraum kümmert, ist die Kieferorthopädie gefragt, sobald es um die Stellung von Kiefer und Zähnen geht – etwa bei Auffälligkeiten, die während des Zahnwechsels bei Kindern und Jugendlichen auftreten. Die folgende Übersicht zeigt, welche Anlaufstelle für welchen Fall zuständig ist:

Anlass Zuständigkeit
Kontrolle & Vorsorge Zahnarztpraxis
Zahnerkrankungen, Karies Zahnarztpraxis
Erkrankungen von Zahnhälsen, Mundraum, Mundschleimhaut Zahnarztpraxis
Fehlstellungen von Kiefer und Zähnen Kieferorthopädie
Zahnspangen, Aligner, Brackets, Veneers Kieferorthopädie
Auffälligkeiten beim Zahnwechsel (z. B. Kreuzbiss, offener Biss, Platzmangel, vorzeitiger Milchzahnverlust) Kieferorthopädie

Fazit

Im Zweifel ist es nicht immer einfach, selbst einzuschätzen, ob ein Anliegen in den Bereich der Zahnmedizin oder Kieferorthopädie fällt. Gerade bei Kindern lohnt sich deshalb eine frühzeitige Kontrolle. Da bei uns beide Fachrichtungen unter einem Dach vereint sind, übernehmen wir diese Einschätzung gerne für Sie.